

Armut & Bürgergeld
Reiche Menschen können sich politischen Einfluss erkaufen – arme Menschen nicht. Im Extremfall nennt man das Oligarchie.
Hier erfährst du, wie Armut entsteht und wie durch Lobbyismus und gezielte Ablenkung persönliche Gewinnmaximierung auf Kosten der Allgemeinheit gefördert wird.
Populistische Narrative entkräftigen
"Menschen mit Bürgergeld sind alle faul"
👉 Laut Bundesagentur für Arbeit, Stand April 2025, sind nur 0,6% der Bürgergeld-Empfänger Totalverweigerer.
Die Aufschlüsselung ist folgende:
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1,4 Mio Nicht-Erwerbsfähige (meist Kinder - sie gelten als Teil einer "Bedarfsgemeinschaft")
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2,2 Mio Menschen die Kinder betreuen, Angehörige pflegen, chronisch krank sind, sich weiterbilden
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1,8 Mio Erwerbsfähige, aber 811.000 davon sind Aufstocker da es trotz Job(s) nicht reicht (z.B. bei Alleinerziehenden)
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16.000 Totalverweigerer
➡️ Insgesamt gehen dem Staat durch Bürgergeld-Betrug jährlich 200 Mio verloren - auf der anderen Seite verursachen Steuerhinterziehung & -vermeidung von v.a. wohlhabenden Personen und großen Unternehmen mithilfe von Steueroasen oder Briefkästenfirmen jährliche Verluste von etwa 150 Milliarden - also rund das 750-Fache (!).
🧠 Dieses Missverhältnis zeigt, wie Lobbyismus und populistische Ablenkungsstrategien die öffentliche Wahrnehmung gezielt verzerren können.
"Flüchtlinge nehmen uns das Bürgergeld weg"
👉 Geflüchtete (außer Ukrainer) bekommen nicht mal Bürgergeld, sondern nur deutlich niedrigere Leistungen nach Asylbewerberleistungsgesetz (§§2-3a AsylbLG), also Unterkunft, Sachleistungen und ein geringes Taschengeld.
"Illegale" Migranten wiederum bekommen gar keine Leistungen - wie denn auch? Sie sind ja eben nicht registriert und der Staat weiß damit nicht mal über sie Bescheid.
💡Behörden haben sogar eine Meldepflicht ggü. der Ausländerbehörde (§87 AufenthG) bei Kenntnis über Menschen ohne legalen Aufenthaltstitel, so dass eine Abschiebung organisiert werden kann.
"Mindestlohn Erhöhung verursacht Inflation"
👉 Inflation entsteht, wenn zu viel Geld auf zu wenig Güter trifft - nicht, weil Menschen von harter Arbeit endlich leben können. Viele Beschäftigte müssen sogar mit Bürgergeld zusätzlich aufstocken, weil ihr Einkommen zum Leben nicht reicht.
⚠️Das eigentliche Problem liegt in der Lohnausbeutung und der ungleichen Vermögensverteilung: Viele Führungskräfte oder CEOs sichern sich den größten Teil des „Kuchens“, während sie Arbeitnehmenden nur wenige "Krümel" übrig lassen.
⚠️In den letzten fünf Jahren sind CEO Gehälter um 50% gestiegen, während Angestellten Gehälter sich lediglich um 0,9% weiterentwickelt haben. [Quelle: Oxfam International]
↪️ Deshalb braucht es eine gerechtere Verteilung innerhalb der Unternehmen – nicht höhere Preise oder zusätzliche Einnahmen, die wiederum Inflation fördern würden.
Warum Armut/Bürgergeld populistisch oft ausgeschlachtet wird
❗Fazit: Nicht ablenken lassen!
Zunehmende Armut entsteht durch die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, die vor allem auf Lohnausbeutung und die Vermögensmaximierung großer Unternehmen zurückzuführen ist.
↪️ Einige Politiker, die davon selbst profitieren – etwa durch persönliche Interessen oder Lobbyeinflüsse – lenken von diesen Ursachen ab, indem sie Scheindebatten führen, zum Beispiel über die geringe Zahl von Bürgergeld-Verweigerern, die im Verhältnis kaum ins Gewicht fällt.
💡 Anti-Lobbyismus-Aufklärung, Mindestlohn und Steuerpolitik sind hier zentrale Instrumente, um für eine gerechtere Vermögensverteilung gegenzusteuern.
Der Wegzug von Unternehmern ins Ausland wird durch die hohe Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG deutlich unattraktiv gemacht.
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Scheindebatten gegen Arme
Laut Bundesagentur für Arbeit, Stand April 2025, sind nur 0,6% der Bürgergeld-Empfänger Totalverweigerer (= 200 Mio Verlust). Auf der anderen Seite entstehen durch Steuerhinterziehung und -vermeidung von insb. Vermögenden durch Briefkästenfirmen, Steueroasen usw. jährliche Verluste von bis zu 150 Milliarden Euro - also das 750-Fache (!).
CEO Gehälter sind in den letzten 5 Jahren weltweit um durchschnittlich 50% gestiegen, das ihrer Angestellten aber nur um 0,9% (= Lohnausbeutung) - Quelle: Oxfam International. Populisten, die davon persönlich oder durch Lobbyismus profitieren, lenken entsprechend gezielt ab oder relativieren/verstärken mit Phrasen wie "Es braucht (noch) mehr Arbeit".